Heinz Christian Straches Rolle als Chef der FPÖ ist wohl bekannt. Zwischen seinen diversen brauen Rülpsern und ORF Sommergespräch-Auftritten ist der gute Mann aber derzeit hauptsächlich damit beschäftigt seine Haut zu retten. Anfang diesen Jahres gelangten Fotos an die Öffentlichkeit die Strache Anfang der 90er bei Wehrsport-ähnlichen Übungen zeigten. Die Vermutung liegt nahe, dass es sich dabei um eine Gruppe im Umfeld des österreichischen Neonazis und verurteilten Holocaust-Leugners Gerd Honsik handelte. Auch familiär hatte Strache beste Kontakte zur rechtsextremen Neonazi-Szene. Ende 80er, Anfang 90er war er mit der Tochter des NDP (Nationaldemokratische Partei, Aufgelöst 1988 wegen nationalsozialistischer Wiederbetätigung) Gründers Norbert Burger liiert.
HC weist den Vorwurf Kontakt zu Rechtsextremisten gehabt zu haben weit von sich. Er sei niemals Mitglied in einer einschlägigen Vereinigung gewesen und seine Waldspielchen seien reine Lagerfeuerromantik und Gotchaspiele gewesen.

Doch die Vergangenheit scheint Strache mittlerweile eingeholt zu haben. Die Tageszeitung Österreich kramte ein Bild hervor, dass HC Bei einer Veranstaltung der neonazistischen Wiking-Jugend zeigt. Strache klagte und verlor trotz toller Verteidigungslinie:
Der FPÖ-Chef gab nach der Verhandlung zu, Kontakt zur "Wiking Jugend" gehabt zu haben. Er sei allerdings mit keiner verbotenen Organisation in Berührung gekommen. Er habe auch keine strafbaren Handlungen gesetzt, so Strache.[...]
Strache erklärte heute, zu Silvester 1989 an der deutsch-deutschen Grenze an einer Aktion teilgenommen zu haben, bei der auch Mitglieder der Organisation anwesend gewesen seien. Ziel der Versammlung sei es gewesen, DDR-Bürgern "Care-Pakete" über die Grenze zu reichen. Danach will Strache mit der "Wiking Jugend" nichts weiter zu tun gehabt haben. Er wisse auch nicht, was mit der Bewegung passiert und wieso es zur Auflösung gekommen sei.
Quelle: DerStandard.at
HC Strache als Krisenhelfer in der Not. Natürlich.
Aber es kam noch schlimmer für HC. Während seine Kameraden auf den im Frühjahr aufgetauchten Bildern immer nur verpixelt und unidentifizierbar publiziert wurden, wurden vor Gericht nun die Teilnehmer identifiziert.
Die Jüdische schreibt dazu:
Laut den Aussagen der Zeugen befinden sich auf den Fotos - exakt wie von "ÖSTERREICH" berichtet - die prominenten heimischen Neonazis Andreas Thierry, Jürgen Hatzenbichler, Marcus Ullmann und zahlreiche weitere Vertreter des rechtsextremen Lagers.
Vor allem Andreas Thierry, der enge Kontakte zu Gert Honsik unterhielt, gilt neben Gottfried Küssel als Schlüsselfigur der rechtsextremen Szene und der "Nationalen Front".
Nicht nür für die Tageszeitung Österreich dürfte mittlerweile feststehen:
Strache eindeutig Teil der rechtsextremen Szene Österreichs




1 comment
1. Siggi, Pater Johannes (anonymous), Aug 28, 2007 3:56:19 PM #
Sehr geehrter Herr Innsbrooklyn, ich möchte sie bitten, auch diesen Artikel zu veröffentlichen, weil ich
vorher keine Möglichkeiten selber dazu habe..
Pater Johannes, Siggi - "Postantideutsche Antizionisten"
Die Linke rund um's Oberhausen-Camp hatte lange Zeit
nachzudenken, doch nun kam endlich die großartige
Erkenntnis, welche wie zu erwarten in den Blog von
"Miss Taken Identity" heraus gekackt werden musste:
Siggi ist ein Antizionist!
Die erste Welle von 20 unbegründeten
Rassismusvorwürfen hatten nicht den erwarteten Effekt,
den sich die beteiligte Linke erhofft hatte. Weder hatte
sich ein größerer Mob der völkischen Linke von
Indymedia in andere Teile des "Weltnetz" verlaufen, um
dann ihre Freunde des "Ums Ganze" Bündnisses
zu unterstützen, noch gab es Übergriffe von Göttinger
Anti-Rassisten auf mich, und so musste eine neue Idee
her. Zwei Dutzend SpinnerInnen, drei Stunden Wikipedia
und Millionen umherschwirrender Gehirnzellen, die sich
vor 4 Jahren bei der ersten Volxküche in die Weiten der
linken Scene aufgemacht hatten, und bis heute Probleme
haben, an ihren ursprünglichen Platz zurückzufinden,
arbeiteten 2 Wochen lang, um endlich ein neues Konzept
zu entwerfen, mit welchem sich die Linke aus den Fangen
eines antideutschen Kritkers befreien kann:
Siggi ist ein Antizionist!
Die Person, welche meint mich vor einem Jahr in
Oberhausen vom Antizionismus geläutert zu haben,
nachdem ich eine Buchvorstellung von Stefan Grigat
aufgebracht verlassen hätte, macht mir einen Vorwurf, den
ich, auch wenn ich das bis jetzt nicht für meine Aufgabe
hielt, doch gerne von mir weisen möchte. Nicht etwa, weil
es mir darum ginge Symphatiepunkte bei Linken zu ernten,
deren theoretische Bandbreite von "Kein Bock auf Nazis",
"Junge Welt", "Hau den Antideutschen" bis zu Dieter
Hildebrandt reicht. Sehr wohl aber, um Tofuwürsten wie
dieser Person über ihr freches Mundwerk zu fahren, die
ernsthaft glauben, ich würde sie um ihre wohlverdiente
Kritik betrügen, sobald sie es geschafft haben, einen
neuen Begriff, "Antizionismus", in ihren Wortschatz
aufzunehmen.
Dass ich letztes Jahr auch auf dem Camp in Oberhausen
gewesen bin, ist zwar für Personen, die ansonsten zu blöd
sind, um ein Loch in den Schnee zu pinkeln, eine
weitreichende Erkenntnis, davon abgesehen aber nicht
sonderlich interessant. Dass ich die Buchvorstellung von
Stefan Grigat frühzeitig verlassen habe, ist auch richtig,
nicht aber, wegen der dreisten Notlüge, ich wäre ein
Antizionist gewesen ( was im Übrigen weder mir noch einer
anderen Personen das Recht absprechen würde, mich von
solchem Gedankengut zu entfernen ), sondern weil ich mich
an einer Formulierung Grigats bezüglich der Hiflsvölker der
Nazis gestört habe. Dieses Verhalten meinerseits, würde mir
außerdem, bzw. im Zuge meiner angeblichen antizionistischen
Vergangenheit das Recht absprechen, Menschen zu kritisieren,
die ein Palästinensertuch tragen.
Ich weiß nicht wie viel Alkohol und Tofu nötig sind, um so
viel Unfug von sich zu geben, wie jene Person es getan hat.
Ich möchte aber, und deswegen finde ich diesen Vorwurf
überhaupt erst Diskussionswert, etwas anmerken: TrägerInnen
von Palästinensertüchern, einem Kleidungsstück von klarer,
antisemitischer Symbolik und Vergangenheit, zu Gute zu
halten, sie wüssten es nicht besser ( selbst nachdem man
sie darauf hinweist, worum es bei diesem unansehlichen
Geschirrtuch handelt ), und jenes Argument dadurch zu
unterstreichen, das ausgewiesene Gegner dieses
Kleidungsstückes, in diesem Fall Ich, selber mal Antizionisten
gewesen seien, ist nicht nur abwegig, es ist auch ein Ausrutscher
den sich eine Person, die sonst zu der Fraktion israel"kritischer"
Linker gehört, die seit Jahren behaupten, es würde sich bei
TrägerInnen des Palituchs nicht automatisch um Antisemiten
handeln, besser verkniffen hätte. Vielleicht hatte diese Person
ihre wüsten Ideen auch noch nicht zu Ende gedacht, daher
möchte ich ihr auf die Sprünge helfen:
Das "Argument", ehemalige AntizonistInnen hätten kein Recht,
wegen ihrer Vergangeheit, PalituchträgerInnen zu kritisieren,
ist eine praktische Gleichsetzung von AntizionistInnen mit
PalituchträgerInnen. Ansonsten macht dieser vorgetragene
Schwachsinn nämlich überhaupt keinen Sinn mehr. Daraus
resultierend, ist es die Aufgabe jeder antifaschistischen Person,
die sich ihrer Sache ernst ist, gegen diese AntizionistInnen zu
stellen. Entweder indem man sie kritisiert, ihnen eine reinhaut,
oder, wie es das "Ums Ganze" Bündnis halten würde: Mit
ihnen demonstrieren gehen. ODER, und das ist die letzte der
Möglichkeiten, die von jener Person vertreten wird:
Das Verhalten der Antisemiten zu rechtfertigen; ergo - den
Feinden Israels den Rücken zu stärken, und DAS, ist dann
mal wirklich a n t i z i o n i s t i s c h.
What about Phillip?
Der Vorwurf, ich sei mal ein Antizionist gewesen, ist leider
nur ein kleiner Teil von Auswürfen welche jene Fraktion
von deutschen Linken in den letzten Wochen hervorgebracht
hat. Der oder die BetreiberIn des "Miss Taken Identity" Blog,
der/die scheinbar nicht in der Lage ist, auf Argumente einzugehen,
sondern nach belieben Beiträge zu löschen und zu überlesen,
um dann Texte über die Diskussion zu schreiben, deren Argumente
schon Tage vorher von unterschiedlichen Personen auseinander-
genommen und widerlegt wurden, ist zwar nervig, aber keineswegs
problematisch.
Mich beschäftigt viel eher, warum immernoch nicht geklärt wurde,
was es denn mit Phillip und den deutschen StalinistInnen auf sich
hat. Es bleibt also weiterhin ungeklärt, wie es sein kann, dass jene
deutschen StalinistInnen, die sich rund um Anti-Kriegsbündnisse,
SDAJ, Linksruck, DKP, Arbeitersonstwas bewegen, von einem
Vertreter des "Ums Ganze" Bündnis", durch den Krieg der
Sowjetunion gegen Nazi-Deutschland, verteidigt werden.
Also zum wiederholten Mal meine Frage:
Was haben deutsche StalinistInnen, die deswegen StalinistInnen sind,
weil sie Stalin und seine Verbrechen befürworten, mit dem Krieg
der Sowjetunion gegen Nazideutschland zu tun?
Ist das wirklich die Position des "Ums Ganze" Bündnis?
"Also, und zu dem was du sagst: Ich hab kein Mitleid mit
dieser Parksäule und ich meine, ganz ehrlich, dann auf
der einen Seite zu sagen, ja, dieser deutsche Volksmob,
und dann sich auf der anderen Seite über Stalinisten
aufzuregen; ja klar, Stalinisten find ich auch total scheiße,
aber man muss mal akzeptieren, dass letztendlich die
Rote Armee Nazideutschland besiegt hat. Ich will hier
keine Lanze für Stalinisten brechen aber man kann
Stalinisten viel vorwerfen, Nationalsozialisten sind sie nicht."
Daraufhin gab es von einem Teil der ZuhörerInnenschaft breiten
Applaus. Hatten 6 Flaschen Club Mate doch die Wahrnehmung
soweit getrübt um so einem Schwachsinn begeistert zu entgegnen,
oder war das die lokale DKP-Fraktion aus Frankfurt, die Phillip
vorm Bahnhof in Frankfurt vor der Reise eingesammelt hatte?
Ich möchte mich kurz zitieren, aus dem Innsbrooklynblog:
"Ich habe gesagt, dass es sich bei den ProtestlerInnen beim
G8 um einen linksdeutschen Volksmob gehandelt hat, und
habe nebenbei auch die deutschen StalinistInnen aufgezählt,
die da waren.
Daraufhin hat Phillip geantwortet, dass die Sowjetunion
Nazideutschland besiegt hat, und dass die Sowjetunion
nicht Nazistisch war.
Das hatte NICHTS mit meiner Anspielung zu tun. Also ist
Phillip genauso verplant wie seine Antwort.
Denn die deutschen StalinistInnen haben reichlich wenig
mit dem Sieg der Sowjetunion gegen Nazideutschland zu tun,
da sie nicht StalinistInnen sind, weil sie den Krieg der
Sowjetunion gegen Nazideutschland gewonnen haben,
sondern weil sie Stalin und seine Taten begrüßen. Dass die
Sowjetunion nicht nazistisch sei, ist übrigens absolut
nebensächlich, wenn es um die Frage geht, ob die deutschen
StalinistInnen nun völkisch sind oder nicht.
Wo du irgendwelche Parallelen zu Hitler Stalin Gleichsetzung
findest bleibt mir ein Rätsel, ebenso die krasse Dummheit von
Phillip, der daraufhin noch auf einen Artikel in der Phase 2
verwies, die mit der Diskussion um die deutschen StalinistInnen
nichts zu tun hat. Es ginge, so sagt Phillip, in diesem Artikel,
um eineN AntideutschE, der/die als StalinistIn beleidigt worden sei..
Wie auch immer, vieles bleibt ungeklärt, und ich warte gespannt
auf den nächsten Vorwurf. Ich habe noch nichts über meinen
Sexismus gelesen. Eine kleine Vergewaltigungsstory, die sich
auf dem Camp vollzogen haben könnte..