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"Gas vom Gastkammer-Leugner"

Im linksliberalen Standard heulen die Kommentatoren über die "US-Arroganz" und die "selbstherrlichen Einmischung der USA" in Österreichs Iran Deals und im Nationalrat gibt's volle Rückendeckung von sämtlichen couleurs.

Der Hintergrund: Soeben hat die teilsverstaatliche OMV (Die Republik Österreich hält über die ÖIAG 31,5% der Aktien) einen Vorvertrag mit der nationalen iranischen Ölgesellschaft NIOC über ein Gasförderungsprojekt geschlossen. Dieses Projekt hat laut Medienberichten einen Wert von ca. 22 Mrd. Euro und stellt den größten Deal aller Zeiten eines europäischen Unternehmens mit dem Mullah-Regime dar. Und das just zu dem Zeitpunkt da dieses im Begriff ist Atomwaffen herzustellen um damit Israel auszulöschen.

Doch in Österreich scheint das keinen zu stören, stattdessen echauffieren sich die heimischen Schreiberlinge über die furchtbaren USA, die dieses Projekt zu verhindern versuchen. Übrigens durchaus im Sinne der UN Sanktionen gegen den Iran. Aber das ist zweitrangig, denn auf ein von Irans Atomwaffen zerstörtes Israel ist man in old Europe durchaus bereit zu verzichten, auf fossile Brennstoffe weniger.

Interessanterweise findet sich der einzige kritische Kommentar in der bürgerlich konservativen Presse. "Gas vom Gaskammer-Leugner" heißt der Kommentar von Christian Ortner und der bringt's auf den Punkt:

Im Zweifelsfall genießt eine Liaison zwischen Mullah-Diktatur und Mineralölmulti hierzulande mehr Ansehen als jene, denen wir die Befreiung von den Nazis offenkundig noch immer nicht verziehen haben. Und die komischerweise auch jetzt etwas dagegen haben, dass der Iran mit Atombomben ein Nachbarland pulverisiert, wie das sein Präsident angekündigt hat.

Auch zur europäischen Appeasement Politik findet er ungewohnt klare Worte:

Denn seit über zwei Jahren schon versucht die EU, den Iran mit sogenannten „weichen“, diplomatischen Mitteln dazu zu bewegen, seine Atombombenpläne zu stoppen. Der Erfolg war genau null. Der angeblich moralisch weit überlegene „weiche“ Zugang der Europäer war im Grunde noch erfolgloser als der brachiale der Amerikaner im Irak (außer Präsident Ahmadinejad lacht sich über die EU tot).

Ein Grund die Presse zu abonnieren ist das noch lang nicht, denn schließlich führte diese auch schon Interviews mit dem Holocaustleugner Moishe Arye Friedman, bevor dieser auch allgemein zur persona non grata wurde.

Die aktuelle Affäre zeigt aber wieder eindeutig wie tief verwurzelt Antiamerikanismus und Antisemitismus in Österreich sind und welchen Preis Wirtschaft und Staatlichkeit in Österreich zu zahlen bereit sind.

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4 comments

1. ToP (anonymous), Apr 30, 2007 7:28:13 PM #

Ahmadinedschad hat die Existenz von Gaskammern nie geleugnet. Oder hast du Belege dafür?

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2. innsbrooklyn, Apr 30, 2007 8:07:30 PM #

Siehe bspw. hier:
http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID5046484_TYP6_THE_NAV_REF1_BAB,00.html
Indem Herr A. die Shoa leugnet, leugnet er natürlich auch die Vernichtung in den Gaskammern.

Bitte komm mir jetzt nicht mit irgendwelchen semantischen Ausreden.

3. funky b (anonymous), May 1, 2007 1:50:19 PM #

Komisch, die Shoa hat Herr Ahmadinedschad aber auch nie geleugnet. Warum muss man sowas erfinden? Reicht es nicht, sich mit den realen Mißständen im Iran auseinanderzusetzen? Woher der pathologische Zwang, immer den Holocaust für tagespolitische Zwecke zu instrumentalisieren und damit zu relativieren?

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4. innsbrooklyn, May 2, 2007 12:00:10 PM #

Zitat tagesschau.de:
"Der "Mythos vom Massaker an den Juden" sei von den westlichen Staaten "erfunden worden", sagte Ahmadinedschad in einer Rede in der Stadt Zahedan im Südosten Irans, die der Nachrichtensender Khabar direkt übertrug."

So ziemlich jedes westliche Medium hat über Ahmadinedschads Ausfälle und die Holocaust-Leugner Konferenz die er im Anschluß daran organisierte berichtet und du willst mir jetzt erklären, das sei alles gar nicht passiert?

In welcher Parallelwelt lebst du eigentlich, funky b?

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