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Viel gerühmtes Österreich...

Massengrab unter Grazer Flughafen

Laut Militärhistorikern könnten dort tausende Zivilisten aus der heutigen Ukraine begraben sein

Graz/Wien - "Eine ganz, ganz heiße Sache", sagt der ehemalige Bundesheer-Oberst Manfred Oswald. "Sehr sensibel", befindet auch der Militärhistoriker des Verteidigungsministeriums, Matthias Hoy.

Es soll das größte Industrieprojekt der Steiermark der Nachkriegsgeschichte werden. 400 Millionen Euro sind für den Aufbau eines steirisch-ukrainischen Flugzeug-Werkes am Grazer Militärflughafen Nittner, der verkauft werden soll, projektiert. Es ist geplant, das Transportflugzeug Antonov hier auf dem Areal des an den Zivilflughafen Thalerhof angrenzenden Militärbereiches umzurüsten.

Vieles ist noch in Schwebe, doch womit bisher niemand gerechnet hat: Die Geschichte könnte dem Millionen-Vorhaben eines österreichisch-ukrainischen Konsortiums einen Strich durch die Rechnung machen. Militärhistoriker wie Ex-Oberst Oswald, der seit langem in Sachen Thalerhof forscht - aber mittlerweile auch das Verteidigungsministerium selbst - schließen nicht aus, dass sich dort, wo das Industrieprojekt entstehen soll, ein Massengrab mit Überresten von tausenden Zivilisten aus der heutigen Ukraine befinden könnte, die Kriegsverbrechen im ersten Weltkrieg zum Opfer gefallen sind.

Das erste KZ

Die Tragödie, die sich vor 90 Jahren am Grazer Flughafengelände Thalerhof ereignet hatte, hat weit größere Dimensionen, als bisher bekannt. Tausende Altösterreicher aus der heutigen Ukraine - so genannte Ruthenen -, denen die k. u. k. Armeeführung "Russenfreundlichkeit" unterstellt hatte, wurden ab 1914 von der damaligen russischen Grenze nach Graz auf das Gelände des späteren Flughafens deportiert. Bis zu 30.000 Ruthenen, darunter Frauen und Kinder, wurden hierher verschleppt. Sie mussten im September/Oktober 1914 unter freiem Himmel ausharren, wegen der katastrophalen hygienischen und sanitären Verhältnisse starben gleich zu Beginn hunderte Menschen an Cholera und Flecktyphus. Sie wurden vor Ort verscharrt.

Verschiedene, bisher kaum beachtete historische Befunde sprechen vom ersten KZ Europas. Entweder kurz vor oder kurz nach Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde ein Teil der Gebeine ausgegraben und in einen Karner (Beinhaus) im der angrenzenen Gemeinde Feldkirchen gebracht. Von 1767 Menschen ist dort auf einer Tafel zu lesen, wie viele es tatsächlich sind, wisse niemand, sagt Feldkirchens Bürgermeister Adolf Pellischek.

Spitze des Eisbergs

Was sich im Karner befinde, sei "nur die "Spitze des Eisberges", sagt Ex-Oberst Oswald. Anhand nun vorliegender Unterlagen müsse man davon ausgehen, dass nach wie vor tausende Tote aus dem damaligen "Ruthenen-Internierungslager" auf dem Gelände des Militärflughafens begraben liegen. Oder aber: Flugaufnahmen aus US-Geheimdienstquellen von 1944 deuten darauf hin, dass sich der Großteil des Massengrabes womöglich sogar am angrenzenden Zivilflughafen Thalerhof befinden könnte. Nicht ausgeschlossen dass täglich Flugzeuge über die alten Gräber rollen.

Oswald: "Es wäre das Mindeste, dass endlich geklärt wird, was sich unter dem Flughafen verbirgt." Eine Frage der Pietät sei es zudem, da ausgerechnet ein ukrainisches Unternehmen hier eine Industrieanlage errichten will.

Plötzlich konfrontiert mit diesem schwarzen Kapitel österreichischer k. u. k. Geschichte wurde jetzt auch der Grazer Stadtschreiber Nazar Hontschar aus Lemberg, der für ein Jahr als literarischer Gast hier in der Landeshauptstadt wohnt und arbeitet. Hontschar erfuhr, dass sein Großvater ebenfalls mit großer Wahrscheinlichkeit unter dem Flughafen begraben liegt. (Walter Müller, DER STANDARD - Printausgabe, 30. November 2007)
29. November 2007

Dieses Kapitel der k.u.k. Geschichte wird in der österreichischen Geschichtsschreibung bisher beharrlich ausgespart. Auch die Filmindustrie beschränkt sich auf Franzl und Sissy Romantik. Dass ebendieser Franzl auch das erste KZ Europas errichten ließ, sollte allen k.u.k. RomantikerInnen zu Denken geben. Wahrscheinlich wird auch dieses unangenehme Kapitel einfach unter den Teppich gekehrt. Kennen wir ja in Österreich.

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konkurrenzfaschismen

Diese idiotischen islamistischen Drohvideos, die Forderung der, in austrofaschistischer Tradition stehenden, Konservativen nach Totalüberwachung, sowie die Hetze der deutschnationalen Rechten gegen MigrantInnen, unter Mißbrauch einer an und für sich gerechtfertigten und notwendigen Kritik am Islam, das alles sind nur unterschiedliche Seiten von ein und der selben Medaille. Diese ganze Scheiße bedingt sich gegenseitig und letztendlich fällt ihr die Offene Gesellschaft zum Opfer.
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Türkischer Überfall auf kurdisches Lokal

Wenn in Innsbruck im "heiligen Land Tirol" 3.500 Personen auf die Straße gehen, dann ist entweder irgendein Katholen Festtag oder türkische Immigranten demonstrieren "gegen den Terror". Mit dem Terror war natürlich die kurdische PKK gemeint. Diese meinte man in Innsbrucker MitbürgerInnen mit kurdischem Background verorten zu können. Im Anschluß an die Demo kam es zu einem Überfall auf ein kurdisches Lokal:

Die Schlägereien brachen dann später in der Andreas Hofer Straße beim "Kurdischen Volkshaus" aus. Dutzende Männer waren dort aufmarschiert. Sie hatten es auf die Menschen im Lokal abgesehen, schildert Einsatzleiter Reinhard Moser von der Innsbrucker Polizei.

An die 100 Personen waren dann an der Auseinandersetzung beteiligt, die Angreifer waren dabei in der Überzahl. Bretter und Eisenstangen waren als Waffen im Spiel. Die Polizei musste mit dutzenden Einsatzkräften - teilweise mit Helmen, Schutzschilden und Schlagstöcken ausgerüstet - dazwischengehen, um Schlimmeres zu verhindern. Rund um das Vereinslokal wurden die Straßen komplett gesperrt, die Streitparteien getrennt.

Quelle: http://tirol.orf.at/stories/231973/

Der Angriff war derart massiv, dass die ganze Straße gesperrt werden musste. Aus Angst vor Beschädigungen wurden die Straßenbahnen vorübergehend eingezogen.

Einen Videobericht gibt's hier: http://your.orf.at/bheute/player.php?id=tir&day=2007-10-29&offset=00:05:18 

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10 years later: Franz Fuchs entpolitisiert II

..und die muntere Entlastung des neonazistischen Mörders Franz Fuchs geht weiter:

Zwar richteten sich Fuchs' Brief- und Rohrbombenattentate gegen Roma und Sinti und gegen "ausländerfreundliche" Personen. Primar Haller sieht in ihm dennoch nicht den typischen Terroristen: Fuchs habe keine wirkliche Ideologie gehabt. Seine Motive seien nicht politisch, sondern persönlich und krankhaft gewesen.

Das sind die Aussagen eines Mannes der als großer Star der österreichischen Psychiatrie gilt. Reinhard Haller attestiert dem rassistischen Mörder Fuchs nicht nur "keine wirkliche Ideologie gehabt" zu haben, sondern auch noch ein Genie gewesen zu sein:

Dieser sei ein Genie gewesen, dessen Genialität nur leider in die falsche Richtung gegangen sei, nämlich in die kriminelle.

Kein Wunder, dass das rechte Stammpublikum von orf.at ob solcher Berichte jubiliert. User waldirei meint:

Leider kein ideologisch rechter Terror, und leider nur ein Einzeltäter...

Das wollten damals so manche gar nicht schlucken und wollten viel lieber eine ideologische rechte Terrorarmee sehen.
Das hätte diesen nämlich besser in den Kram gepasst.

Und andere verorten gar eine große Verschwörung der "linken Reichshälfte". Etwa user Jossfritz:

Wer aber waren die am anderen Ende des Drahtes?

Man darf das alles ja nicht so eindimensional sehen.
Die Zeiten waren schlecht für die Linke, Haider schnalzte nach oben, dass jedem Sozi nur schlecht werden konnte, dann die "Hilfstruppen" zur rechten Zeit aus dem Ernst-Kirchweger-Haus (die FPÖ ging nur knapp an einem Verbot vorbei), die allerdings wie Fuchs endeten - alles sehr merkwürdige "lockere Verbindungen".
Dass sich die jeweiligen Hintermänner solcher Leute bedienen (siehe US-Botschaft) ist ja nichts Neues.

Alle Zitate: vorarlberg.ORF.at "Haller: Fuchs war kein typischer Terrorist"

  
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strache-watermarked- 81395a

strache-watermarked- 81395a

Taken on Aug 23, 2007 2:33:48 PM
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Strache im Kreise der Wiking Jugend


Eigentor

Wäre es tatsächlich rassistisch, einem bekannten Blogger ein gestörtes Verhältnis zu Nutztieren zuzusprechen, dann hätte tenpounds diesen Rassismus mit seiner lustigen Collage hübsch reproduziert. Garniert mit einem Schuß Homophobie und beklatscht von der linken Blogosphäre.

Welche Ironie ;-)

Apropos:

Den Podiums-Disku-Mitschnitt gibt's jetzt bei riotpropaganda.

 

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