..und die muntere Entlastung des neonazistischen Mörders Franz Fuchs geht weiter:
Zwar richteten sich Fuchs' Brief- und Rohrbombenattentate gegen Roma und Sinti und gegen "ausländerfreundliche" Personen. Primar Haller sieht in ihm dennoch nicht den typischen Terroristen: Fuchs habe keine wirkliche Ideologie gehabt. Seine Motive seien nicht politisch, sondern persönlich und krankhaft gewesen.
Das sind die Aussagen eines Mannes der als großer Star der österreichischen Psychiatrie gilt. Reinhard Haller attestiert dem rassistischen Mörder Fuchs nicht nur "keine wirkliche Ideologie gehabt" zu haben, sondern auch noch ein Genie gewesen zu sein:
Dieser sei ein Genie gewesen, dessen Genialität nur leider in die falsche Richtung gegangen sei, nämlich in die kriminelle.
Kein Wunder, dass das rechte Stammpublikum von orf.at ob solcher Berichte jubiliert. User waldirei meint:
Leider kein ideologisch rechter Terror, und leider nur ein Einzeltäter...
Das wollten damals so manche gar nicht schlucken und wollten viel lieber eine ideologische rechte Terrorarmee sehen.
Das hätte diesen nämlich besser in den Kram gepasst.
Und andere verorten gar eine große Verschwörung der "linken Reichshälfte". Etwa user Jossfritz:
Wer aber waren die am anderen Ende des Drahtes?
Man darf das alles ja nicht so eindimensional sehen.
Die Zeiten waren schlecht für die Linke, Haider schnalzte nach oben, dass jedem Sozi nur schlecht werden konnte, dann die "Hilfstruppen" zur rechten Zeit aus dem Ernst-Kirchweger-Haus (die FPÖ ging nur knapp an einem Verbot vorbei), die allerdings wie Fuchs endeten - alles sehr merkwürdige "lockere Verbindungen".
Dass sich die jeweiligen Hintermänner solcher Leute bedienen (siehe US-Botschaft) ist ja nichts Neues.
Alle Zitate: vorarlberg.ORF.at "Haller: Fuchs war kein typischer Terrorist"




