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10 years later: Franz Fuchs entpolitisiert II

..und die muntere Entlastung des neonazistischen Mörders Franz Fuchs geht weiter:

Zwar richteten sich Fuchs' Brief- und Rohrbombenattentate gegen Roma und Sinti und gegen "ausländerfreundliche" Personen. Primar Haller sieht in ihm dennoch nicht den typischen Terroristen: Fuchs habe keine wirkliche Ideologie gehabt. Seine Motive seien nicht politisch, sondern persönlich und krankhaft gewesen.

Das sind die Aussagen eines Mannes der als großer Star der österreichischen Psychiatrie gilt. Reinhard Haller attestiert dem rassistischen Mörder Fuchs nicht nur "keine wirkliche Ideologie gehabt" zu haben, sondern auch noch ein Genie gewesen zu sein:

Dieser sei ein Genie gewesen, dessen Genialität nur leider in die falsche Richtung gegangen sei, nämlich in die kriminelle.

Kein Wunder, dass das rechte Stammpublikum von orf.at ob solcher Berichte jubiliert. User waldirei meint:

Leider kein ideologisch rechter Terror, und leider nur ein Einzeltäter...

Das wollten damals so manche gar nicht schlucken und wollten viel lieber eine ideologische rechte Terrorarmee sehen.
Das hätte diesen nämlich besser in den Kram gepasst.

Und andere verorten gar eine große Verschwörung der "linken Reichshälfte". Etwa user Jossfritz:

Wer aber waren die am anderen Ende des Drahtes?

Man darf das alles ja nicht so eindimensional sehen.
Die Zeiten waren schlecht für die Linke, Haider schnalzte nach oben, dass jedem Sozi nur schlecht werden konnte, dann die "Hilfstruppen" zur rechten Zeit aus dem Ernst-Kirchweger-Haus (die FPÖ ging nur knapp an einem Verbot vorbei), die allerdings wie Fuchs endeten - alles sehr merkwürdige "lockere Verbindungen".
Dass sich die jeweiligen Hintermänner solcher Leute bedienen (siehe US-Botschaft) ist ja nichts Neues.

Alle Zitate: vorarlberg.ORF.at "Haller: Fuchs war kein typischer Terrorist"

  
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HC Strache und die starken Männer

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Heinz Christian Straches Rolle als Chef der FPÖ ist wohl bekannt. Zwischen seinen diversen brauen Rülpsern und ORF Sommergespräch-Auftritten ist der gute Mann aber derzeit hauptsächlich damit beschäftigt seine Haut zu retten. Anfang diesen Jahres gelangten Fotos an die Öffentlichkeit die Strache Anfang der 90er bei Wehrsport-ähnlichen Übungen zeigten. Die Vermutung liegt nahe, dass es sich dabei um eine Gruppe im Umfeld des österreichischen Neonazis und verurteilten Holocaust-Leugners Gerd Honsik handelte. Auch familiär hatte Strache beste Kontakte zur rechtsextremen Neonazi-Szene. Ende 80er, Anfang 90er war er mit der Tochter des NDP (Nationaldemokratische Partei, Aufgelöst 1988 wegen nationalsozialistischer Wiederbetätigung) Gründers Norbert Burger liiert.

HC weist den Vorwurf Kontakt zu Rechtsextremisten gehabt zu haben weit von sich. Er sei niemals Mitglied in einer einschlägigen Vereinigung gewesen und seine Waldspielchen seien reine Lagerfeuerromantik und Gotchaspiele gewesen.

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Doch die Vergangenheit scheint Strache mittlerweile eingeholt zu haben. Die Tageszeitung Österreich kramte ein Bild hervor, dass HC Bei einer Veranstaltung der neonazistischen Wiking-Jugend zeigt. Strache klagte und verlor trotz toller Verteidigungslinie:

Der FPÖ-Chef gab nach der Verhandlung zu, Kontakt zur "Wiking Jugend" gehabt zu haben. Er sei allerdings mit keiner verbotenen Organisation in Berührung gekommen. Er habe auch keine strafbaren Handlungen gesetzt, so Strache.[...]

Strache erklärte heute, zu Silvester 1989 an der deutsch-deutschen Grenze an einer Aktion teilgenommen zu haben, bei der auch Mitglieder der Organisation anwesend gewesen seien. Ziel der Versammlung sei es gewesen, DDR-Bürgern "Care-Pakete" über die Grenze zu reichen. Danach will Strache mit der "Wiking Jugend" nichts weiter zu tun gehabt haben. Er wisse auch nicht, was mit der Bewegung passiert und wieso es zur Auflösung gekommen sei.

Quelle: DerStandard.at

HC Strache als Krisenhelfer in der Not. Natürlich.

Aber es kam noch schlimmer für HC. Während seine Kameraden auf den im Frühjahr aufgetauchten Bildern immer nur verpixelt und unidentifizierbar publiziert wurden, wurden vor Gericht nun die Teilnehmer identifiziert.

Die Jüdische schreibt dazu:

Laut den Aussagen der Zeugen befinden sich auf den Fotos - exakt wie von "ÖSTERREICH" berichtet - die prominenten heimischen Neonazis Andreas Thierry, Jürgen Hatzenbichler, Marcus Ullmann und zahlreiche weitere Vertreter des rechtsextremen Lagers.

Vor allem Andreas Thierry, der enge Kontakte zu Gert Honsik unterhielt, gilt neben Gottfried Küssel als Schlüsselfigur der rechtsextremen Szene und der "Nationalen Front".

 Nicht nür für die Tageszeitung Österreich dürfte mittlerweile feststehen:

Strache eindeutig Teil der rechtsextremen Szene Österreichs

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